Risikomanagementsystem
Ein wichtiges Werkzeug zur Sicherung des Unternehmenserfolgs ist das aktive und transparente Management der unterschiedlichen Risiken innerhalb der operativen Segmente. Die ganzheitliche Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken erfordert konzernweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse.
Das derzeit bestehende konzernweite Risikomanagementsystem wurde im Oktober 2006 eingeführt. Seither wird es kontinuierlich an aktuelle Entwicklungen angepasst und fortlaufend auf seine Funktionsfähigkeit überprüft. Im Rahmen dieses Optimierungsprozesses wurde die seit dem 10. März 2009 konzernweit gültige Risikomanagement-Richtlinie und im Geschäftsjahr 2009/2010 eine Softwarelösung eingeführt, mit der eine noch effizientere Risikoerfassung und Berichterstattung umgesetzt werden konnte.
Eine Überprüfung durch ein externes Beratungsunternehmen hat ergeben, dass der aktuelle Stand des Risikomanagements des Demag Cranes Konzerns die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und in der betriebswirtschaftlichen Beurteilung „State of the Art” im Bereich des Controllings ist. Im Geschäftsjahr 2010/2011 standen insbesondere die Harmonisierung und Optimierung von Berichtsstrukturen und -prozessen der Tochtergesellschaften im Fokus.
Das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Als integriertes laufendes Führungs- und Steuerungswerkzeug schafft es die Entscheidungsgrundlagen dafür, auftretende Risiken bewusst zu akzeptieren oder durch das Ergreifen von Gegenmaßnahmen abzuwenden bzw. ihre möglichen Auswirkungen zu minimieren. Risiken werden nach Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und klassifiziert. Die seit März 2009 gültige Risikomanagement-Richtlinie regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement.
Die Verantwortung im Bereich des Risikomanagements ist gemäß der Konzernstruktur verteilt. Das Schaubild auf Seite 96 gibt einen entsprechenden Überblick. Die Risikoverantwortlichen der Beteiligungsgesellschaften und der Konzernzentrale steuern die in ihrem Verantwortungsbereich auftretenden Risiken grundsätzlich selbst. Auf Segmentebene ist jeweils ein Risiko-Controller etabliert, der den Risikomanagementprozess auf Segmentebene begleitet und die Daten plausibilisiert. Auf Konzernebene ist ein zentraler Risiko-Controller für die Erstellung des Konzernrisikoberichts und die Koordinierung des Risikomanagementprozesses insgesamt verantwortlich. Alle Risiken der Segmente, die sich auf Konzernebene kumulieren können, werden zentral erfasst und gesteuert. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt vierteljährlich in Form eines standardisierten zweistufigen Reportings auf Konzern- und Segmentebene und in Fällen eingetretener Risiken und Schäden unverzüglich. Oberstes Entscheidungsgremium ist das Risikokomitee unter Leitung des für Finanzen zuständigen Vorstandsmitglieds. Dieses Gremium stellt anhand der implementierten Dokumentations- und Kommunikationsprozesse sicher, dass die zuständigen Entscheidungsträger und insbesondere auch Vorstand und Aufsichtsrat der Demag Cranes AG regelmäßig und frühzeitig über die Risikofaktoren informiert werden, die die Geschäftsentwicklung wesentlich beeinflussen können.
Risikomanagement-Organisation
Das Risikofrüherkennungssystem des Demag Cranes Konzerns entspricht vollumfänglich den gesetzlichen Anforderungen. Das System ist durch die Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, im Zuge der Jahresabschlussprüfung untersucht worden.


