Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen2

Entwicklung der Weltwirtschaft

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2010/2011 der Demag Cranes AG verzeichnete die Weltwirtschaft ein kontinuierliches Wachstum. Nach Angaben von Oxford Economics stieg das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Geschäftsquartal 2010/2011 (Oktober bis Dezember) um 4,9 Prozent gegenüber dem ersten Geschäftsquartal 2009/2010. Dieses Wachstum wurde vor allem von der weiterhin anhaltenden positiven Entwicklung der Emerging Markets (aufstrebende Märkte) getragen. Aber auch die Mature Markets (etablierte Märkte) trugen dank der sich belebenden Industrien im Euroraum und den USA zu diesem Zuwachs bei.

Im weiteren Verlauf des Berichtszeitraums blieb die Weltwirtschaft, trotz der politischen Unruhen im arabischen Raum und Nordafrika sowie der Erdbebenkatastrophe in Japan, zunächst weiterhin stabil. Schätzungen von Oxford Economics zufolge stieg das weltweite BIP im zweiten Geschäftsquartal 2010/2011 um 4,2 Prozent, verglichen mit dem Berichtszeitraum des Vorjahres.

Dieses Wachstumsniveau konnte im dritten Geschäftsquartal gehalten werden, allerdings führte die Zuspitzung der Schuldenkrise in Europa und den USA dazu, dass die wirtschaftliche Leistung in einzelnen Ländern weiter abnahm. Die aufstrebenden Märkte behielten demgegenüber ihre Dynamik bei. Ihr BIP wuchs im dritten Geschäftsquartal um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Einen großen Beitrag hierzu leisteten die sogenannten BIC-Staaten (Brasilien, Indien und China) mit einer Steigerungsrate von 8,1 Prozent. Die etablierten Märkte verzeichneten aufgrund der Belastung durch die Staatsschuldenkrise lediglich eine Zunahme des BIP von 1,6 Prozent.

Die US-amerikanische Wirtschaft trübte sich aufgrund der Schuldenkrise und der damit verbundenen Einschränkungen bei den staatlichen Ausgaben ebenfalls weiter ein. Die Experten von Oxford Economics gehen davon aus, dass sich die Wachstumsrate des BIP im vierten Geschäftsquartal im Vorjahresvergleich bei nur 1,5 Prozent bewegen wird. Hingegen setzte sich der Aufschwung in China trotz der Maßnahmen der chinesischen Regierung und der Notenbank, das Wachstum zu verringern, kaum vermindert fort. Angaben von Oxford Economics zufolge hat die chinesische Wirtschaft im vierten Geschäftsquartal voraussichtlich um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zugenommen.

Gemäß den Schätzungen von Oxford Economics dürfte die Weltwirtschaft im vierten Geschäftsquartal dank der weiterhin positiven Entwicklung in den aufstrebenden Märkten um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen sein.

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zum jeweiligen Vorjahreszeitraum:

Wachstum reales Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr (auf US-Dollar-Basis)

2 Quellen: Oxford Economics, November 2011; Oxford Economics, Commodity Price Monitor, Oktober 2011;
Commerzbank, „Konjunktur und Finanzmärkte, September/Oktober 2011“;
Oxford Economics, World Economic Prospects, 11. Oktober 2011;
International Monetary Fund, World Economic Outlook, September 2011;

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